Erfreulicherweise haben sich in den letzten 2 Jahren nach dem Vorbild der Schweiz - wo aufgrund privater Initiativen landesweit in größeren Städten Nachfülltanks, meist in Apotheken in Bahnhofsnähe installiert wurden - auch in Deutschland und Österreich immer mehr Betreiber von Flüssigsauerstoff-Tankstellen gefunden. In Deutschland wurde diese Entwicklung maßgeblich auf Initiativen von Selbsthilfeorganisationen in Zusammenarbeit mit Sauerstofffirmen, Apotheken und Kliniken vorangetrieben.
Da es bisher noch kein einheitliches Register für die Erfassung und Aktualisierung der Daten in Deutschland gab, hat Stephan Hochstrate von der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD Deutschland auf der Homepage der Organisation unter http://www.lungenemphysem-copd.de eine entsprechende Datenbank erstellt, in welcher alle bekannten Sauerstofftankstellen aufgelistet sind. Unter dem Link Sauerstofftankstellen können sich interessierte Besucher der Homepage über die genauen Örtlichkeiten, Öffnungszeiten, telefonische Ansprechpartner und die zur Verfügung gestellten Betankungssysteme informieren.
Hochstrate, selbst erkrankt, leitet die Selbsthilfegruppe in Ravensburg, eine der derzeit 56 regional aktiven Gruppen der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.
"Während der regelmäßigen Treffen unserer Selbsthilfegruppe habe ich oft mit erleben müssen, welchen enormen Einschränkungen viele Sauerstoffpatienten unterliegen, da sie -je nach Gerätetyp und Sauerstoffflussrate- nur für sehr begrenzte Zeit außer Haus gehen können" sagt Hochstrate. "Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Planung von Aktivitäten und somit der Lebensführung dieser Patientengruppe dreht sich immer wieder um eine Frage: „Habe ich genügend Sauerstoff, kann ich die geplante außerhäusliche Aktivität aufgrund der zu geringen Sauerstoffbevorratung des Mobilgeräts überhaupt wahrnehmen?". Hochstrate fügt noch hinzu: „Der weitere Ausbau des derzeit bestehenden Netzes ist nicht nur wünschenswert, sondern meiner Meinung nach dringend notwendig, nur dann wird man Sauerstoffpatienten zukünftig in Deutschland flächendeckend die Möglichkeit anbieten können, ihre mobilen Sauerstoffgeräte auch ausserhalb der eigenen Wohnung nachzufüllen. Dazu bedarf es noch vieler Anstrengungen, es müssen neue Standorte und Betreiber sowie Sponsoren gefunden werden. Auch wenn die bisherigen Anbieter aufgrund der vielfältigen System-Varianten nur begrenzte Versorgungsmöglichkeiten haben, kann sich die bisherige Bilanz mit 18 Flüssigsauerstoff-Tankstellen in Deutschland dennoch sehen lassen“ so Hochstrate.
Jens Lingemann, Gründer und Verantwortlicher der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland fügt hinzu:“ Ziel der Langzeit-Sauerstofftherapie ist natürlich in erster Linie die Versorgung aller Organe mit ausreichend Sauerstoff. Die Lunge ist bei Patienten mit einer verordneten Sauerstoff-Langzeittherapie nicht oder nur noch sehr eingeschränkt in der Lage dazu. Darüber hinaus ist aber auch der Aspekt des Zugewinns an Mobilität ein sehr wichtiger Faktor dieser Therapieform. Wer seine Mobilität verbessert gewinnt an Lebensqualität und erfährt somit automatisch mehr Lebensfreude. All dieses führt zu einer Verbesserung der Teilhabe am sozialen Leben der Erkrankten, aber auch der begleitenden Angehörigen. Das Leben endet nicht mit der Diagnose COPD-Lungenemphysem, und auch nicht mit der Verordnung einer Langzeit- Sauerstofftherapie es beginnt neu - nur auf eine andere Art und Weise als bisher.“
Stephan Hochstrate und Jens Lingemann
Mehr erfahren Sie unter:
Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Tel.: 02324/999000
SHG@Lungenemphysem-COPD.com
http://www.lungenemphysem-copd.de