Symposium Lunge 2011

COPD und Lungenemphysem

Von der Diagnose bis zur Lungentransplantation
Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen den Betroffenen heutzutage zur Verfügung?

Samstag, 7. Mai 2011
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte – Gebläsehalle –
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen/Ruhr

Anfang Oktober 2009  fand in Hattingen/Ruhr das Symposium Lunge 2009 statt. Es wurde von den Patientenorganisationen COPD-Deutschland e.V., SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland  und der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. veranstaltet. Das Symposium stand unter dem Motto: „COPD und Lungenemphysem. Welches sind die entscheidenden Therapiesäulen? Von der Prophylaxe bis zur operativen Behandlung

Das Symposium wurde von Patienten für Patienten veranstaltet. Die Vielzahl der Be¬sucher, die  - wie schon in den beiden Jahren zuvor -  aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, spricht für die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Thema „Volkskrankheit COPD“.

Aufgrund der Erfolge der bisherigen Veranstaltungen wird am 7. Mai 2011 das 4. Symposium Lunge stattfinden.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf,  die Diagnose und die Behandlung sind allerdings sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig evtl. Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter ab 45 bis 60 Jahren -aber in zunehmendem Maße auch bei Frauen –  häufig sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern - auf.

Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt; das wären rd. 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Als die Erkrankung auslösende Risikofaktoren werden in solchen Fällen genetische Vor-dispositionen, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit genannt.

Sowohl eine COPD als auch ein Lungenemphysem können nicht geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Therapie sind eine Milderung der Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – und der Versuch, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, mindestens aber zu verlangsamen. Der Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich.

Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems entsteht eine Atemnot schon bei leichter körperlicher Belastung. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolg¬reich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und  Patient kommt. Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mit¬verant¬¬wortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Dies setzt allerdings ein angemessenes Wissen über den Umgang mit der Erkrankung seitens des Patienten voraus.

Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2011 stehen die entscheidenden Therapiesäulen, angefangen von der Prophylaxe und den möglichen Ursachen bis zur medika¬men¬tösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Maßnahmen und zum Lungensport. Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor (Praxis und Klinik); hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit einer COPD.

Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist also das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge 2011.

Das Symposium Lunge 2011 ist wiederum eine gemeinsame Ver-anstaltung der drei Patientenorganisationen

- COPD-Deutschland e.V.
- Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
- Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Diese Patientenorganisationen sehen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem breiten Angebot von Informationen für Patienten mit einer COPD oder einem Lungenemphysem. Sie unterhalten zurzeit über 80 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet.

Themen, die auf dem Symposium Lunge 2011 behandelt werden:

Prof. Dr. med. Helmut Teschler,Essen

Prävention, frühzeitige Diagnose und stadiengerechte Therapie von COPD und Lungenemphysem
Welche Untersuchungen und Maßnahmen sind medizinisch sinnvoll?

Prof. Dr. med. Adrian Gillissen,Kassel

Welche medikamentösen Möglichkeiten stehen aktuell zur Behandlung der COPD und des Emphysems zur Verfügung - mit Blick in die Zukunft

Dr. med. Thomas Voshaar, Moers
Inhalationstherapie bei COPD - Fehlerquellen und Optimierungsmöglichkeiten

Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Wuppertal
Veränderungen von Schlaf und Atmung bei COPD und Lungenemphysem - Was kann man tun?

Dr. med. Karin Taube, Hamburg
Medizinische Trainingstherapie und Atemphysiotherapie bei COPD

Jan Kaufmann, Hamburg
Atemtherapie zum Mitmachen

Prof. Dr. med. Susanne Lang, Gera
Langzeit-Sauerstofftherapie – warum die Therapietreue so wichtig ist

Dr. med. Klaus Kenn, Schönau am Königssee
Pneumologische Rehabilitation: Was leistet die Medizin, was muss der Patient bereit sein zu leisten?

Prof. Dr. med. Wolfgang Petro, Bad Reichenhall
Patientencompliance - Schlüssel zum Erfolg

Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Fürth
Neue Empfehlungen zum ambulanten Lungensport in Deutschland

Prof. Dr. med. Helgo Magnussen, Großhansdorf
Neue Verfahren zur Lungenvolumenreduktion

Dr. med. Urte Sommerwerck, Essen
Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Transplantationslistung?
Das Leben vor und nach der Lungentransplantation

Die Referenten sind namhafte Lungenfachärzte aus Kliniken und Praxen sowie Vertreter der Patientenorganisation, die das Symposium veranstalten.

Tagungspräsident des 4. Symposiums Lunge ist in bewährter Weise Prof. Dr.med. Helmut Teschler von der Ruhrlandklinik in Essen.

Im Rahmen des Symposiums Lunge 2011 werden von der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. zwei Workshops zur „Rehabilitation bei chronischen Atemwegserkrankungen“ veranstaltet.

Moderator in beiden Workshops ist Herr Dr. med. Wolfgang Scherer, leitender Arzt des Reha-Zentrums Utersum auf Föhr.

Die Themen in den Workshops lauten:

  • Wie komme ich zu einer stationären Rehabilitation? Was muss in einem erfolgversprechenden Antrag stehen?
  • Auf was muss sich der Patient während einer stationären

Rehabilitation einstellen und inwieweit muss er bereit sein, sich selbst einzubringen?

Die Besucher des Symposiums haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung umfassend über gerätetechnische Innovationen, insbesondere über Sauerstoffversorgung, nichtinvasive Beatmung sowie über Atemtrainingsgeräte zu informieren. Es stellen sich außerdem einige Rehabilitationskliniken vor.

Im Rahmen des Symposiums wird interessierten Besuchern unserer Veranstaltung außerdem die Möglichkeit geboten, umfassende Gesundheitschecks kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Veranstalter:
COPD – Deutschland e.V.
Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2011
richten Sie bitte an die Organisationsleitung
Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstraße 30
45527 Hattingen
Telefon: 02324 – 999 959
symposium-org@lungenemphysem-copd.de

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